Oben ein Pyritkorn, unten ein Kalkspatz

Pyritkorn

Trotz Rohstoffkontrolle kommt es immer wieder vor, daß sich Pyritkörnchen in die Masse einschleichen. Diese haben die lästige Eigenschaft, bei hohen Brenntemperaturen aufzukochen, und das Ergebnis sind mattschwarze Punkte mit 1-5 mm Durchmesser.
Bei hellen Glasuren wie z.B. Weiß sind auch kleine Punkte leider gut sichtbar. Auf diesem Bild sehen Sie ein sehr seltenes und außergewöhnlich großes Exemplar, da sich ein kleiner schwarzer Punkt kaum fotografieren läßt.
Gerade bei hellen Glasuren kann man manchmal kleine grüne oder blaue Punkte sehen. Der Eisenabrieb der Verarbeitungsmaschinen enthält Chrom und Kobalt als Legierungsbestandteile. Im Brand wandeln sich diese in sehr stark färbendes Chrom- bzw. Kobaltoxid um und färben die Glasur ein.

Kalkspatz

Viele Naturrohstoffe, darunter auch Ton, enthalten kleine Mengen Kalk. In der Regel ist dieser fein verteilt und völlig unschädlich aber manchmal gelangt auch ein kleines Körnchen in die Arbeitsmasse.
Dieses Körnchen wird durch den Brand zu gebranntem Kalk und hat nun die Eigenschaft, durch langsame Aufnahme von Wasser aus der Luftfeuchtigkeit sein Volumen zu vergrößern und somit Druck aufzubauen.
Wenn das Körnchen groß genug war, reicht dieser Druck aus, um ein Stück der Keramik herauszusprengen.

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